Bundespräsident informiert sich über Ökospeicher

Wie der Ökospeicher Wulkow als Begegnungsort funktioniert, wie es mit dem ehrenamtlich Laden und dem Speichercafé läuft - an all dem hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier großes Interesse gezeigt. „Ich komme selbst aus einer ländlichen Gegend und weiß, wie wichtig eine Gastwirtschaft für den Austausch ist", meinte Steinmeier. Bei seinem Besuch im Familienzentrum des Kultus e.V. in Rehfelde kam er mit Ökospeicher-Geschäftsführerin Barbara Katzer und Vorstandsmitglied Martin Merk ausführlich ins Gespräch. Barbara erzählte davon, wie sie zum Studium nach Hessen ging, dann wieder ins heimatliche Kliestow zurückgekehrt ist und sich nun im Nachbardorf Wulkow im Ökospeicher engagiert. Martin berichtete unter anderem von den gemeinschaftsstiftenden "Tagen für Wulkow",  den Arbeitseinsätzen mit anschließendem Essen. Dabei würden sich auch viele Menschen zusammenfinden, die sich sonst eher weniger begegnen. "Ich habe mich darüber gefreut, wie gut der Bundespräsident schon über unser Projekt informiert war und was für interessierte Fragen er gestellt hat.", meinte Martin Merk anschließend.  Steinmeiers Besuch in Rehfelde war Auftakt für eine Tour, in der es um Begegnungsorte geht, die das Miteinander von Einheimischen, Zugezogenen und Rückkehrern stärken.     

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Kneipe und Konsum selber machen

... war das Motto eine Themenwerkstatt, zu der der Ökospeicher gemeinsam mit dem Verein Neuland gewinnen e.V. eingeladen hatte. Viele Aktive, Projekte und Vereine im ländlichen Raum überlegen, ob und wie sie in ihren Orten durch Cafés, Pop-up-Kneipen, Markttage, food coops oder andere Einkaufsmöglichkeiten Treffpunkte schaffen, den Zusammenhalt stärken und Daseinsvorsorge fördern können. Viele haben dies in der einen oder anderen Form auch schon ausprobiert oder ihre eigenen Lösungen für einen gelegentlichen oder dauerhaften Betrieb solcher Initiativen gefunden. Die Werkstatt hatte sich vorgenommen, Erfahrungen beim Betrieb von Kneipen und Läden zu teilen, mögliche Organisations- und Finanzierungsformen zu beleuchten und erprobte Wege zum Einstieg in solche Projekte aufzuzeigen. Martin Merk vom Ökospeicher erzählte dabei zum Einstieg von den Erfahrungen des gastgebenden Vereins. So startete im September 2006 eine Food-Coop, das heißt eine Einkaufsgemeinschaft, vorwiegend mit Bio-Produkten. Sie wurde später zum Lebensmittelgeschäft erweitert, das ehrenamtlich geführt und auf Vertrauensbasis von den Food-Coop-Mitgliedern jederzeit genutzt werden kann. Freitags öffnet das Geschäft dann auch für alle anderen. Während der Diskussion kam die Sprache immer wieder darauf, dass es ein Problem für solche kleinen Läden sein kann, die Mindestbestellwerte der Lieferanten zu erreichen - was der Runde Stoff zum Nachdenken gab, wie sich das Problem ggf. mit Kooperationen lösen lässt. Das gemütliche Speichercafé wurde mehrere Jahre von professionellen Gastwirten betrieben, die jedoch alle nach ein bis zwei Jahren wieder aufgaben. Seit 2018 stehen Vereinsmitglieder selbst hinterm Tresen und in der Küche.  Gastköche und Kuchenkoordinatorinnen Die Kneipen-Diskussion drehte sich dann neben sehr spezifisch organisatorischen auch um solche Fragen, was Ehrenamtler leisten können und von welchen…

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Von Armatur-Tausch bis Zeltplanen-Puzzle – Workcamp mit super Beteiligung

Der Ökospeicher e.V. hat zu einem einwöchigen und ehrenamtlichen Bau- und Sanierungs-Camp in den Speicher geladen und viele Menschen jeden Alters sind dieser Einladung gefolgt. Der Ökospeicher in Wulkow ist von den Mitgliedern und Mitwirkenden des gleichnamigen Vereins in den vergangenen Jahrzehnten nach und nach saniert und ausgebaut worden. Doch auch an diesem beliebten Gebäude im Zentrum von Wulkow geht die Zeit nicht spurlos vorbei und Vieles im und am Speicher wurde zunehmend erneuerungsbedürftig. So zum Beispiel das Geländer der Sonnenterrasse, die zahlreichen Holzfenster, verschiedene Leitungen und Armaturen oder auch Schutzanstriche an den Außenanlagen und im Lagerraum. In der Woche vom 29.4. bis 5.5.24 konnten im und am Ökospeicher rund 50 verschiedene Sanierungs-, Reparatur-, Entrümpelungs-, Verschönerungs- und Reinigungsarbeiten von A wie „Armatur in der Küche wechseln“ bis Z wie „Zeltplanen sortieren und verschenken“ umgesetzt werden. 26 Mitglieder und Unterstützende waren zeitweise oder während der gesamten Zeit im Einsatz und haben dabei mehr als 400 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Und nebenbei gemeinsam gekocht, gegessen und sich über die Zukunft des Speichers ausgetauscht. Der Vorstand dankt allen Mitwirkenden für die Unterstützung und freut sich auf weitere Einsätze zum Erhalt des Speichers.  

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Ökofilmtour startet am Freitag, 4.3.

Am Freitag startet im Ökospeicher Wulkow wieder die Ökofilmtour. Insgesamt fünf Veranstaltungen versprechen spannende Filmabende und interessante Diskussionen zu Nachhaltigkeits- und Umweltthemen. Auftakt ist am  4. März, 19 Uhr, die bildstarke und eindrucksvolle Dokumentation „Expedition Arktis – Ein Jahr. Ein Schiff. Im Eis“ über die internationale MOSAIC-Expedition im Nordpolarmeer. Am Donnerstag, 10. März, 19 Uhr, zeigt der Verein den Beitrag „Reparieren statt Wegwerfen“ - das anrührende Porträt eines Elektromeisters, der es gar nicht einsieht, alte Elektrogeräte einfach so auf den Schrott zu werfen. Für das anschließende Gespräch haben wir uns mit den „Radiodoktoren“ aus Seelow und Friedersdorf verabredet, einer Gruppe von Radio-Enthusiasten, die alte Röhrenempfänger aufmöbeln und zu modernen streamingfähigen Radios aufrüsten. Am Freitag, 18.3., startet die Dokumentation „Dürre Zeiten – der Kampf ums Wasser“. Die ZDF-Dokumentation setzt sich damit auseinander, wie auch hierzulande die Ressource Wasser immer knapper wird und wie sich der Kampf ums „blaue Gold“ vielleicht doch noch gewinnen lässt. Als Gesprächspartnerin steht uns die Wissenschaftlerin Jessica Landgraf vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Berlin zur Verfügung. Sie hat intensiv die Landschaft östlich von Fürstenwalde untersucht und dabei tiefe Einblicke gewonnen, wie es um die Wassersituation in Ostbrandenburg steht. „Träum weiter! Sehnsucht nach Veränderung“ heißt ein abendfüllender Kinodokumentarfilm des Regisseurs Valentin Thurn. Für seinen Dokumentarfilm hat er  drei Jahre lang unterschiedliche Menschen begleitet, die ihre Träume in die Tat umgesetzt und erstaunliche Brüche in ihrer Biografie riskiert haben. Der Verein zeigt den Film am Freitag, 25.3., 19 Uhr. Erneut veranstaltet der Ökospeicher einen Familien-Kino-Vormittag, verbunden mit einem Brunch und einer Miniexkursion in die umgebende Natur. Gezeigt…

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Vor-Ostermarkt muss ausfallen

Der traditionelle Markt am Vor-Ostersonntag muss auch in diesem Jahr leider pandemiebedingt ausfallen. Selbst wenn zu diesem Zeitpunkt bereits Lockerungen möglich sein sollten, sieht der Verein keine realistische Möglichkeit, die Hygienregeln so durchzusetzen, dass eine gefahrlose Teilnahme an der Veranstaltung möglich ist. Der Vorstand dankt allen Helfern, Besuchern und Händlern für ihre Zuneigung und Geduld.

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Ökofilmtour im März – dieses Mal virtuell

Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Ökospeicher – mittlerweile zum 13. Mal - an der Ökofilmtour, wenn auch pandemiebedingt in virtueller Form. An allen vier Freitagen im März zeigt der Verein spannende Dokumentarfilme zu Klima-, Natur- und Umweltthemen. Anschließend kommt das Publikum mit Fachleuten ins Gespräch. Am 5.3. zeigt „Rettet die Insekten!“  deren riesige Bedeutung für die Umwelt in faszinierenden Bildern. Am 12.3. geht es in „Auf dem Trockenen“  um die Probleme der Wasserversorgung in Brandenburg. „Human Nature“ widmet sich am 19.3. auf verständliche Weise Fragen der Genomforschung. In „Schönes neues Brot“ geht es am 26.3. um die traditionelle Kunst des Bäckerhandwerks und deren Bedrohung durch industrielle Prozesse. Die Filme werden an den jeweiligen Tagen für Interessenten als Stream zur Verfügung gestellt. Jeweils 20 Uhr kann man sich für eine Onlinediskussion anmelden. Interessenten melden sich bitte unter kino@oekospeicher.de Der Ökospeicher e.V. ist Mitveranstalter der Ökofilmtour. Maßgeblich organisiert wird das Festival durch den Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Naturschutz e.V. (FÖN).   Über die Ökofilmtour: Über 130 Fernseh- und Kinofilme aus dem gesamten deutschsprachigen Raum wurden für die 16. Ökofilmtour eingereicht. Eine siebenköpfigen Auswahljury des FÖN e.V. hat daraus 40 Kino- und Fernsehfilme sowie 12 Kurzfilme zu Themen wie globaler Umwelt- und Naturschutz, Bewahrung der Biodiversität, Klimaschutz – Energiewende, soziale Gerechtigkeit und gerechte Globalisierung und Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft ausgewählt. „Corona, Klimaschutz und Fridays for Future" wird das Leitmotiv vieler Veranstaltungen, denn die Abstands- und Hygieneregelungen werden in der kalten Jahreszeit noch immer bestimmend sein. Rund 200 Mitveranstalter legen fest, welche der nominierten Filme in den Festivalorten gezeigt und vom Publikum…

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Landschaft entdecken – Inspiration finden

“Schön ruhig hier” oder “Nichts wie weg” - jeder hat eine andere Beziehung zur Landschaft, die sich spürbar ändert; klimatisch, wirtschaftlich und demografisch. Der Ökospeicher e.V. hat in diesem Jahr erstmals zehn Autorinnen und Autoren eingeladen, die Landschaft um Wulkow in ihrer Schönheit, aber auch in ihren Konflikten wahrzunehmen. Dafür ist ein zweiteiliges literarisches Workcamp geplant. Beim ersten Treffen im Juni organisiert der Verein eine Exkursion durch die Agrar-, Natur- und Geschichtslandschaft. Beim zweiten Treff im Herbst soll gemeinsam ein Literatur-Erntefest gefeiert werden. Ziel ist es, Autorinnen und Autoren ein Material an die Hand zu geben, aus dem sich literarisch Funken schlagen lässt.  Im besten Fall werden daraus ernsthafte Recherchen für eine spätere literarische Produktion.  Kurzfristig erhoffen sich die Veranstalter Nachdenkliches und Unterhaltendes: Kurze Texte, gern auch Skizzenhaftes, Unfertiges, das im weitesten Sinne mit dem Gesehenen und Gehörten zu tun haben soll. Mehrere Schriftsteller-Gruppen haben das Vereins-Haus in den letzten Jahren als Rückzugs- und Arbeitsort entdeckt und lasen im Café aus ihren Arbeiten. Zudem führt der Verein seit 2017 die monatliche Veranstaltung „Ich lese was, was Du nicht liest“ durch, in der Leser ihre Lieblingslektüre vorstellen.    

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Erstes Literatur-Workcamp in Wulkow

“Schön ruhig hier” oder “Nichts wie weg” - jeder hat eine andere Beziehung zur Landschaft, die sich spürbar ändert; klimatisch, wirtschaftlich und demografisch. Der Ökospeicher e.V. hat in diesem Jahr erstmals Autorinnen und Autoren eingeladen, die Landschaft um Wulkow in ihrer Schönheit, aber auch in ihren Konflikten wahrzunehmen. Dafür ist ein zweiteiliges literarisches Workcamp geplant. Beim ersten Treffen im Mai organisiert der Verein eine Exkursion durch die Agrar-, Natur- und Geschichtslandschaft. Beim zweiten Treff im Herbst soll gemeinsam ein Literatur-Erntefest gefeiert werden. Ziel ist es, Autoren ein Material an die Hand zu geben, aus dem sich literarisch Funken schlagen lässt.  Im besten Fall werden daraus ernsthafte Recherchen für eine spätere literarische Produktion.  Kurzfristig erhoffen sich die Veranstalter Nachdenkliches und Unterhaltendes: Kurze Texte, gern auch Skizzenhaftes, Unfertiges, das im weitesten Sinne mit dem Gesehenen und Gehörten zu tun haben soll. Mehrere Schriftsteller-Gruppen haben das Vereins-Haus in den letzten Jahren als Rückzugs- und Arbeitsort entdeckt und lasen im Café aus ihren Arbeiten. Zudem führt der Verein seit 2017 die monatliche Veranstaltung „Ich lese was, was Du nicht liest“ durch, in der Leser ihre Lieblingslektüre vorstellen.

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Neulandgewinner – auf dem Weg zur Klimaneutralität

Wie kriegen wir es hin, den Ökospeicher klimaneutral zu betreiben? Und wie kann man dafür eine Art Werkzeugkasten entwickeln, den auch andere nutzen können? Der Energieberater Martin Merk hat sich diesen Fragen als persönliche Herausforderung gestellt und mit Gleichgesinnten das Projekt „Klimawerkstatt“ entwickelt. Dafür ist er nun als „Neulandgewinner“ ausgezeichnet und gleichsam in die Pflicht genommen worden. Auf dem Weg zur Klimaneutralität fängt der Verein nicht bei Null an: Der Ökospeicher betreibt noch immer die vermutlich erste Gebäude-PV-Anlage Brandenburgs sowie einen Holzpelletofen für die Wärmeerzeugung. Das Vereinshaus wurde mit Holz und Lehm ausgebaut. Der Laden befreit sich gerade mit „Unverpackt“-Angeboten von Verpackungsmüll. Noch in diesem Jahr soll eine zwei Hektar große Fläche aufgeforstet werden. In nächsten Schritt sollen nun auch vor- und nachgelagerte Bereiche in der Klimabilanz berücksichtigt werden, also zum Beispiel die Anreise der Gäste oder die anteiligen Emissionen bei Dienstleistern und Lieferanten. Dafür soll der Kohlenstoff-Fußabdruck gemessen und unabhängig und transparent geprüft werden. Eingebunden sind Partner wie der „Runde Tisch Klima und Umwelt Frankfurt (Oder)“, die Umwelt-AG der Kirchengemeinde, aber auch Hochschulen und die Gäste des Hauses. Das Programm „Neulandgewinner – Zukunft erfinden vor Ort“ wurde 2013 als Förderprogramm der Robert-Bosch-Stiftung aufgelegt und wird aktuell vom Thünen-Instituts für Regionalentwicklung e.V. betreut. Alle zwei Jahre werden bis zu 20 Personen dabei unterstützt, ihre von einer Jury ausgewählten Projekte im ländlichen Raum Ostdeutschlands umzusetzen und sich untereinander zu vernetzen. Der Projektzeitraum der Klima-Werkstatt erstreckt sich über die Jahre 2021 und 2022.

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Kurt Krambach: „Ich bin ein Wulkower!“

Kurt Krambach, ältestes Mitglied des Ökospeicher-Vereins, feiert am Silvestertag seinen 90. Geburtstag! Der Verein gratuliert aufs Herzlichste! Anfang der 1990er Jahre trieb die wissenschaftliche Neugier den Berliner Soziologieprofessor nach Wulkow.

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