Der Ökospeicher e.V. ist klimaneutral

Mit der Kompensation seines Fußabdruckes in Höhe von 12,8 Tonnen CO2-Äquivalent für das Jahr 2021 ist der Ökospeicher e.V. nun ein klimaneutrales Unternehmen. Den Bericht zum Corporate Carbon Footprint gibt es hier (pdf, 1MB) oder jederzeit über den QR-Code unseres Zertifikates.  

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Ökofilmtour startet am Freitag, 4.3.

Am Freitag startet im Ökospeicher Wulkow wieder die Ökofilmtour. Insgesamt fünf Veranstaltungen versprechen spannende Filmabende und interessante Diskussionen zu Nachhaltigkeits- und Umweltthemen. Auftakt ist am  4. März, 19 Uhr, die bildstarke und eindrucksvolle Dokumentation „Expedition Arktis – Ein Jahr. Ein Schiff. Im Eis“ über die internationale MOSAIC-Expedition im Nordpolarmeer. Am Donnerstag, 10. März, 19 Uhr, zeigt der Verein den Beitrag „Reparieren statt Wegwerfen“ - das anrührende Porträt eines Elektromeisters, der es gar nicht einsieht, alte Elektrogeräte einfach so auf den Schrott zu werfen. Für das anschließende Gespräch haben wir uns mit den „Radiodoktoren“ aus Seelow und Friedersdorf verabredet, einer Gruppe von Radio-Enthusiasten, die alte Röhrenempfänger aufmöbeln und zu modernen streamingfähigen Radios aufrüsten. Am Freitag, 18.3., startet die Dokumentation „Dürre Zeiten – der Kampf ums Wasser“. Die ZDF-Dokumentation setzt sich damit auseinander, wie auch hierzulande die Ressource Wasser immer knapper wird und wie sich der Kampf ums „blaue Gold“ vielleicht doch noch gewinnen lässt. Als Gesprächspartnerin steht uns die Wissenschaftlerin Jessica Landgraf vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Berlin zur Verfügung. Sie hat intensiv die Landschaft östlich von Fürstenwalde untersucht und dabei tiefe Einblicke gewonnen, wie es um die Wassersituation in Ostbrandenburg steht. „Träum weiter! Sehnsucht nach Veränderung“ heißt ein abendfüllender Kinodokumentarfilm des Regisseurs Valentin Thurn. Für seinen Dokumentarfilm hat er  drei Jahre lang unterschiedliche Menschen begleitet, die ihre Träume in die Tat umgesetzt und erstaunliche Brüche in ihrer Biografie riskiert haben. Der Verein zeigt den Film am Freitag, 25.3., 19 Uhr. Erneut veranstaltet der Ökospeicher einen Familien-Kino-Vormittag, verbunden mit einem Brunch und einer Miniexkursion in die umgebende Natur. Gezeigt…

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Wo das Grundwasser in den Himmel guckt

Zum größten Teil sei Brandenburgs Wassermisere dem Klimawandel geschuldet, eigene Stellschrauben haben wir kaum noch. Was der Hydrologe Gunnar Lischeid über den Zustand des Brandenburger Wassers zu sagen hatte, klingt ernüchternd. Professor Lischeid forscht und lehrt am ZALF in Müncheberg und an der Uni Potsdam als Hydrologe. „Seit 30, 40 Jahren haben wir einen Rückgang des tiefen Grundwassers“, sagte der Wissenschaftler im Online-Filmgespräch zur Ökofilmtour im Ökospeicher Wulkow. „Dieses tiefe Grundwasser ist das Rückgrat unseres Landschaftswasserhaushalts. Es speist unsere Flüsse und Seen. Dieses Rückgrat funktioniert nicht mehr richtig.“ Selbst wenn wir ein paar Jahre „normales Wetter“ bekämen – die Situation werde sich weiter verschärfen. Und die Effekte potenzieren sich. Steigende Wasserentnahme, verschwindendes Grundwasser, die Dürren der letzten Jahre. „Wenn das alles nur an der Beregnung von Golfplätzen läge, dann hätten wir einen Schuldigen und alles wäre ganz einfach.“ Ist es aber nicht. Damit sprach Gunnar Lischeid eine Situation an, die in der RBB-Doku „Auf dem Trockenen“ eine zentrale Rolle spielt: Der ständige Rückgang des Seddiner Sees. Der Fischer dort fängt kaum noch etwas, als Badesee wird der Seddiner See immer unattraktiver – auf der anderen Seite werden enorme Mengen zur Beregnung eines Golfplatzes entnommen.  Für Nico Schmolke, einen der beiden Filmautoren, war der Seddiner See ein sehr geeignetes Beispiel, um die Probleme über die verschiedenen Nutzungsinteressen deutlich zu machen. Denn vielen Menschen, hat Schmolke in seiner Recherche erlebt, sei die Dramatik der Situation gar nicht klar. Seddin ist absolut kein Einzelfall, ergänzte Gunnar Lischeid und wies auf die starken Wasserrückgänge im Straussee hin. „Durch die Seen guckt das Grundwasser…

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Ökofilmtour im März – dieses Mal virtuell

Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Ökospeicher – mittlerweile zum 13. Mal - an der Ökofilmtour, wenn auch pandemiebedingt in virtueller Form. An allen vier Freitagen im März zeigt der Verein spannende Dokumentarfilme zu Klima-, Natur- und Umweltthemen. Anschließend kommt das Publikum mit Fachleuten ins Gespräch. Am 5.3. zeigt „Rettet die Insekten!“  deren riesige Bedeutung für die Umwelt in faszinierenden Bildern. Am 12.3. geht es in „Auf dem Trockenen“  um die Probleme der Wasserversorgung in Brandenburg. „Human Nature“ widmet sich am 19.3. auf verständliche Weise Fragen der Genomforschung. In „Schönes neues Brot“ geht es am 26.3. um die traditionelle Kunst des Bäckerhandwerks und deren Bedrohung durch industrielle Prozesse. Die Filme werden an den jeweiligen Tagen für Interessenten als Stream zur Verfügung gestellt. Jeweils 20 Uhr kann man sich für eine Onlinediskussion anmelden. Interessenten melden sich bitte unter kino@oekospeicher.de Der Ökospeicher e.V. ist Mitveranstalter der Ökofilmtour. Maßgeblich organisiert wird das Festival durch den Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Naturschutz e.V. (FÖN).   Über die Ökofilmtour: Über 130 Fernseh- und Kinofilme aus dem gesamten deutschsprachigen Raum wurden für die 16. Ökofilmtour eingereicht. Eine siebenköpfigen Auswahljury des FÖN e.V. hat daraus 40 Kino- und Fernsehfilme sowie 12 Kurzfilme zu Themen wie globaler Umwelt- und Naturschutz, Bewahrung der Biodiversität, Klimaschutz – Energiewende, soziale Gerechtigkeit und gerechte Globalisierung und Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft ausgewählt. „Corona, Klimaschutz und Fridays for Future" wird das Leitmotiv vieler Veranstaltungen, denn die Abstands- und Hygieneregelungen werden in der kalten Jahreszeit noch immer bestimmend sein. Rund 200 Mitveranstalter legen fest, welche der nominierten Filme in den Festivalorten gezeigt und vom Publikum…

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Neulandgewinner – auf dem Weg zur Klimaneutralität

Wie kriegen wir es hin, den Ökospeicher klimaneutral zu betreiben? Und wie kann man dafür eine Art Werkzeugkasten entwickeln, den auch andere nutzen können? Der Energieberater Martin Merk hat sich diesen Fragen als persönliche Herausforderung gestellt und mit Gleichgesinnten das Projekt „Klimawerkstatt“ entwickelt. Dafür ist er nun als „Neulandgewinner“ ausgezeichnet und gleichsam in die Pflicht genommen worden. Auf dem Weg zur Klimaneutralität fängt der Verein nicht bei Null an: Der Ökospeicher betreibt noch immer die vermutlich erste Gebäude-PV-Anlage Brandenburgs sowie einen Holzpelletofen für die Wärmeerzeugung. Das Vereinshaus wurde mit Holz und Lehm ausgebaut. Der Laden befreit sich gerade mit „Unverpackt“-Angeboten von Verpackungsmüll. Noch in diesem Jahr soll eine zwei Hektar große Fläche aufgeforstet werden. In nächsten Schritt sollen nun auch vor- und nachgelagerte Bereiche in der Klimabilanz berücksichtigt werden, also zum Beispiel die Anreise der Gäste oder die anteiligen Emissionen bei Dienstleistern und Lieferanten. Dafür soll der Kohlenstoff-Fußabdruck gemessen und unabhängig und transparent geprüft werden. Eingebunden sind Partner wie der „Runde Tisch Klima und Umwelt Frankfurt (Oder)“, die Umwelt-AG der Kirchengemeinde, aber auch Hochschulen und die Gäste des Hauses. Das Programm „Neulandgewinner – Zukunft erfinden vor Ort“ wurde 2013 als Förderprogramm der Robert-Bosch-Stiftung aufgelegt und wird aktuell vom Thünen-Instituts für Regionalentwicklung e.V. betreut. Alle zwei Jahre werden bis zu 20 Personen dabei unterstützt, ihre von einer Jury ausgewählten Projekte im ländlichen Raum Ostdeutschlands umzusetzen und sich untereinander zu vernetzen. Der Projektzeitraum der Klima-Werkstatt erstreckt sich über die Jahre 2021 und 2022.

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Nicht jede Kuh ist eine Umweltsau

Beim Workshop „Klimaschutz konkret“ im Ökospeicher Wulkow diskutierten Gäste und Experten darüber, wie man als Einzelner CO2 einsparen kann. Alte Autos sind Klima-Killer. Wer zu den Guten gehören will, kauft sich ein neues, sauberes Gefährt. Klingt logisch, ist aber nur ein bisschen richtig. Alte Autos sind klimatechnisch quasi abgeschrieben, das CO2, das bei der Produktion angefallen ist, hat sich auf eine lange Nutzungsdauer verteilt. Ein Neuwagen hingegen gibt mit seinen besseren Verbrauchswerten ein Versprechen für die Zukunft. Die Umweltbelastung, die durch die Herstellung entsteht, ist aber unmittelbar und aktuell. Bis sich so ein Neukauf auch klimatechnisch amortisiert, kann es viele Jahre dauern. Gleiches gilt übrigens auch für Häuser. Das Beispiel zeigt: Es gibt viele Alltagssituationen, in denen man oft nicht weiß, wie sie sich auf die persönliche Klimabilanz auswirken. Dafür ein Gefühl zu bekommen, war Ziel des Klima-Workshops am vergangenen Freitag im Ökospeicher Wulkow.  Johannes Gabbert, Elektrotechniker und Heizungsfachmann aus Frankfurt und Martin Merk, Energieberater aus Wulkow, haben ihren Zuhörerinnen solche Phänomene auf populäre und unterhaltsame Weise nahegebracht. Während Martin Merk Grundsätzliches zur Physik der Klimakrise und zur Klimapolitik beisteuerte, konzentrierte sich Johannes Gabbert auf die praktischen Beispiele. Als Hilfsmittel nutzte er dafür den CO2-Rechner des Umweltbundesamts. Mit diesem Werkzeug kann sich jeder auf sehr einfache Weise ein grobes Bild von seinem CO2-Fußabdruck machen und sich mit deutschen Durchschnittshaushalten vergleichen. Erstaunlich schien vielen im Publikum, wie sehr sich Ernährungsgewohnheiten auf die private CO2-Bilanz auswirken. Zwischen „fleischbetont“ und „vegan“ liegen für einen Zwei-Personen-Haushalt etwa eine Tonne Unterschied! Dass solche Betrachtungen nur ein grobes Raster abbilden, machte Ulrike Raulf mit einem…

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2022 – der Ökospeicher wird klimaneutral
Ökospeicher Wulkow. Foto: F.Pilarski, Ökospeicher e.V.

2022 – der Ökospeicher wird klimaneutral

Der Vorstand und die Mitgliederversammlung des Ökospeicher e.V. haben Ende 2019 beschlossen, den Verein einschließlich Seminar- und Gästehaus künftig klimaneutral zu betreiben. Dazu sollen der Ausstoß von CO2 (Kohlendioxid) und anderen Treibhausgasen weiter reduziert und unvermeidbare Emissionen regional kompensiert werden. Bei der Bilanzierung sollen auch die sogenannten Scope-3-Kategorien berücksichtigt werden; das sind Emissionen, die nicht beim Verein selber entstehen, sondern bei vor- und nachgelagerten Aktivitäten. Dazu gehören beispielsweise die Anreise von Gästen und Mitarbeitenden, die Herstellung von Verbrauchsmaterialien oder Dienstleistungen im Auftrag des Vereins (z.B. Telekommunikation oder Wäscherei-Leistungen). Vieles wurde auf dem Weg zur Klimaneutralität schon erreicht. So liefert die Photovoltaikanlage an der Speicherfassade seit 1992 Solarstrom (und dürfte damit die älteste noch arbeitende Anlage Ostbrandenburgs sein). Die Wärmeerzeugung des Hauses erfolgt u.a. über einen Holzpelletkessel, eine neue Gasbrennwertheizung und eine thermische Solaranlage. Beim Ausbau des Hauses wurde auf regionales Holz und Lehn als Baustoffe gesetzt. Doch das Ziel der Klimaneutralität ist ambitioniert und es gibt auch noch viel zu tun. Weitere Energieeinsparungen insbesondere bei Personen- und Waren-Transporten oder die Vermeidung von Abfällen gehören zu den künftigen Aufgaben. Im Bereich der Kompensationen soll u.a. bienenfreundlicher Wald aufgeforstet werden. Auf dem beschlossenen Weg kooperiert der Ökospeicher e.V. mit Gleichgesinnten und Partnern wie dem Runden Tisch Klima und Umwelt FFO oder der „Fairen Gemeinde“ der evangelische Kirchengemeinde FFO-Lebus. Auch wenn Corona die Arbeitsschwerpunkte und Jahresplanung des Vereins gehörig durcheinander gewirbelt hat - das Ziel „klimaneutraler Ökospeicher“ soll bis spätestens 2022 umgesetzt werden.

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Neues Projekt „Konsum neu denken“

Das Projekt "Konsum neu denken" will den ehrenamtlich geführten Bioladen noch klima- und nutzerfreundlicher machen und besser mit regionalen Produzenten vernetzen. Das Vorhaben wird aus Lottomitteln des Landes Brandenburg über das Kleinförderprogramm Aktion Gesunde Umwelt gefördert.

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