Filmdiskussion zu „Systemsprengern“

Was tun mit sogenannten „Systemsprengern“ – Kindern, die durch alle Raster des Jugendhilfesystems fallen und von kaum jemandem mehr begleitet werden möchten? Der preisgekrönte Spielfilm von Nora Finkscheidt hatte mit dem Schicksal der neunjährigen Benny ein erschütterndes und berührendes Beispiel geliefert. In der Filmdiskussion im Ökospeicher ging es weniger um die filmkünstlerischen Aspekte des Spielfilms als um die dahinterliegende Realität. Laura Frahm und Iwo Zimmerhakl vom Verein Waldwärts e.V. machen genau das, was auch der Erlebnispädagoge Micha in dem Film tat: Eine Zeit mit den Kindern und Jugendlichen in reizarmer Natur leben, sie vor neue Herausforderungen stellen, mit großer Geduld Beziehungen aufbauen. Ein Unterschied zum Film ist der, dass so eine „Maßnahme“ nach drei Wochen nicht sinnvoll abgeschlossen sein kann. Vielmehr verbringen Betreuer*innen und Kinder oft viele Monate miteinander. Wie sie das hinbekommen, was dabei herauskommt, wie sie gelegentlich auch scheitern – das erzählten die beiden im Speicher-Talk in der Reihe „Blick übern Tellerrand“. Ursprünglich für den November geplant, fiel die Veranstaltung dem Lockdown zum Opfer. Nun konnte sie – dank der technischen Unterstützung vom Streamingkollektiv (Link auf Facebook) – virtuell stattfinden. https://youtu.be/05Sz7GbmB30

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Gestörte Auraschatten und der Duft der Themse

Eine Frau schreibt Briefe aus dem übelriechenden victorianischen London. Ein 11jähriger Junge phantasiert Abenteuer in einem Dorf. Ein junger Vater ist im Stress. Eine schamanische Detektivin ist angenervt vom angeblich gestörten Auraschatten einer Kollegin. Eine Künstliche Intelligenz entscheidet, wann es Zeit ist zu sterben. Fünf Facetten aus der Schreibwerkstatt der Gesellschaft für Neue Literatur in Wulkow, welche die Autor*innen den Speichergästen in einer Lesung vorstellten, unterstützt von der Speicher-Hausband mit Heiko Seibt, Martin Merk und Joshua Weis an Gitarren und Percussion. Danke an die Lesenden Nora Lachmann, Stefan Schwers, Gloria Ballhauser, Kerstin Finkelnstein und Jule Rosenberg für die Einblicke in ihre Arbeit! 

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Der Blick über den Tellerrand

Das Jahr 30 nach der Wiedervereinigung ist auch für den Ökospeicher Wulkow bedeutsam: 1990 fanden im ehemaligen Getreidespeicher die ersten Markttage statt und die Gründung des gleichnamigen Vereins wurde vorbereitet. Schon damals gehörte der „Blick über den Tellerrand“ zum Wulkower Selbstverständnis: Partnerschaften ins österreichische Waldviertel und nach Hessen inspirierten und begleiteten die Entwicklung vor Ort. Der Austausch mit Projekten u.a. in Polen, Rumänien, Westafrika und Lateinamerika folgten und mit ihnen eine politische, kulturelle und kulinarische Bereicherung - und viele Freundschaften über Grenzen hinweg.

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