Ökofilmtour: Dorf bleibt Dorf

Was passiert, wenn sich eine kleine Gemeinde gegen einen Weltkonzern stellt? Der Dokumentarfilm erzählt die beeindruckende Geschichte eines Brandenburger Dorfes, das sich gegen den Bau einer riesigen Biomethangasanlage wehrt. Mit einer Bürgerinitiative, einem politischen Bündnis und viel Engagement gelingt es den Bewohner:innen von Karstädt, demokratische Mehrheiten zu erobern – und den Weltkonzern Shell zum Rückzug zu bewegen. Ein inspirierender Film über gelebte Demokratie, Zusammenhalt und den Mut, sich einzumischen. Regie: Jean Boué

Ökofilmtour im März – dieses Mal virtuell

Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Ökospeicher – mittlerweile zum 13. Mal - an der Ökofilmtour, wenn auch pandemiebedingt in virtueller Form. An allen vier Freitagen im März zeigt der Verein spannende Dokumentarfilme zu Klima-, Natur- und Umweltthemen. Anschließend kommt das Publikum mit Fachleuten ins Gespräch. Am 5.3. zeigt „Rettet die Insekten!“  deren riesige Bedeutung für die Umwelt in faszinierenden Bildern. Am 12.3. geht es in „Auf dem Trockenen“  um die Probleme der Wasserversorgung in Brandenburg. „Human Nature“ widmet sich am 19.3. auf verständliche Weise Fragen der Genomforschung. In „Schönes neues Brot“ geht es am 26.3. um die traditionelle Kunst des Bäckerhandwerks und deren Bedrohung durch industrielle Prozesse. Die Filme werden an den jeweiligen Tagen für Interessenten als Stream zur Verfügung gestellt. Jeweils 20 Uhr kann man sich für eine Onlinediskussion anmelden. Interessenten melden sich bitte unter kino@oekospeicher.de Der Ökospeicher e.V. ist Mitveranstalter der Ökofilmtour. Maßgeblich organisiert wird das Festival durch den Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Naturschutz e.V. (FÖN).   Über die Ökofilmtour: Über 130 Fernseh- und Kinofilme aus dem gesamten deutschsprachigen Raum wurden für die 16. Ökofilmtour eingereicht. Eine siebenköpfigen Auswahljury des FÖN e.V. hat daraus 40 Kino- und Fernsehfilme sowie 12 Kurzfilme zu Themen wie globaler Umwelt- und Naturschutz, Bewahrung der Biodiversität, Klimaschutz – Energiewende, soziale Gerechtigkeit und gerechte Globalisierung und Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft ausgewählt. „Corona, Klimaschutz und Fridays for Future" wird das Leitmotiv vieler Veranstaltungen, denn die Abstands- und Hygieneregelungen werden in der kalten Jahreszeit noch immer bestimmend sein. Rund 200 Mitveranstalter legen fest, welche der nominierten Filme in den Festivalorten gezeigt und vom Publikum…

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Nicht jede Kuh ist eine Umweltsau

Beim Workshop „Klimaschutz konkret“ im Ökospeicher Wulkow diskutierten Gäste und Experten darüber, wie man als Einzelner CO2 einsparen kann. Alte Autos sind Klima-Killer. Wer zu den Guten gehören will, kauft sich ein neues, sauberes Gefährt. Klingt logisch, ist aber nur ein bisschen richtig. Alte Autos sind klimatechnisch quasi abgeschrieben, das CO2, das bei der Produktion angefallen ist, hat sich auf eine lange Nutzungsdauer verteilt. Ein Neuwagen hingegen gibt mit seinen besseren Verbrauchswerten ein Versprechen für die Zukunft. Die Umweltbelastung, die durch die Herstellung entsteht, ist aber unmittelbar und aktuell. Bis sich so ein Neukauf auch klimatechnisch amortisiert, kann es viele Jahre dauern. Gleiches gilt übrigens auch für Häuser. Das Beispiel zeigt: Es gibt viele Alltagssituationen, in denen man oft nicht weiß, wie sie sich auf die persönliche Klimabilanz auswirken. Dafür ein Gefühl zu bekommen, war Ziel des Klima-Workshops am vergangenen Freitag im Ökospeicher Wulkow.  Johannes Gabbert, Elektrotechniker und Heizungsfachmann aus Frankfurt und Martin Merk, Energieberater aus Wulkow, haben ihren Zuhörerinnen solche Phänomene auf populäre und unterhaltsame Weise nahegebracht. Während Martin Merk Grundsätzliches zur Physik der Klimakrise und zur Klimapolitik beisteuerte, konzentrierte sich Johannes Gabbert auf die praktischen Beispiele. Als Hilfsmittel nutzte er dafür den CO2-Rechner des Umweltbundesamts. Mit diesem Werkzeug kann sich jeder auf sehr einfache Weise ein grobes Bild von seinem CO2-Fußabdruck machen und sich mit deutschen Durchschnittshaushalten vergleichen. Erstaunlich schien vielen im Publikum, wie sehr sich Ernährungsgewohnheiten auf die private CO2-Bilanz auswirken. Zwischen „fleischbetont“ und „vegan“ liegen für einen Zwei-Personen-Haushalt etwa eine Tonne Unterschied! Dass solche Betrachtungen nur ein grobes Raster abbilden, machte Ulrike Raulf mit einem…

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