Tag 1 – 11. Juni 2026
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Wie der Ökospeicher Wulkow als Begegnungsort funktioniert, wie es mit dem ehrenamtlich Laden und dem Speichercafé läuft - an all dem hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier großes Interesse gezeigt. „Ich komme selbst aus einer ländlichen Gegend und weiß, wie wichtig eine Gastwirtschaft für den Austausch ist", meinte Steinmeier. Bei seinem Besuch im Familienzentrum des Kultus e.V. in Rehfelde kam er mit Ökospeicher-Geschäftsführerin Barbara Katzer und Vorstandsmitglied Martin Merk ausführlich ins Gespräch. Barbara erzählte davon, wie sie zum Studium nach Hessen ging, dann wieder ins heimatliche Kliestow zurückgekehrt ist und sich nun im Nachbardorf Wulkow im Ökospeicher engagiert. Martin berichtete unter anderem von den gemeinschaftsstiftenden "Tagen für Wulkow", den Arbeitseinsätzen mit anschließendem Essen. Dabei würden sich auch viele Menschen zusammenfinden, die sich sonst eher weniger begegnen. "Ich habe mich darüber gefreut, wie gut der Bundespräsident schon über unser Projekt informiert war und was für interessierte Fragen er gestellt hat.", meinte Martin Merk anschließend. Steinmeiers Besuch in Rehfelde war Auftakt für eine Tour, in der es um Begegnungsorte geht, die das Miteinander von Einheimischen, Zugezogenen und Rückkehrern stärken.
... war das Motto eine Themenwerkstatt, zu der der Ökospeicher gemeinsam mit dem Verein Neuland gewinnen e.V. eingeladen hatte. Viele Aktive, Projekte und Vereine im ländlichen Raum überlegen, ob und wie sie in ihren Orten durch Cafés, Pop-up-Kneipen, Markttage, food coops oder andere Einkaufsmöglichkeiten Treffpunkte schaffen, den Zusammenhalt stärken und Daseinsvorsorge fördern können. Viele haben dies in der einen oder anderen Form auch schon ausprobiert oder ihre eigenen Lösungen für einen gelegentlichen oder dauerhaften Betrieb solcher Initiativen gefunden. Die Werkstatt hatte sich vorgenommen, Erfahrungen beim Betrieb von Kneipen und Läden zu teilen, mögliche Organisations- und Finanzierungsformen zu beleuchten und erprobte Wege zum Einstieg in solche Projekte aufzuzeigen. Martin Merk vom Ökospeicher erzählte dabei zum Einstieg von den Erfahrungen des gastgebenden Vereins. So startete im September 2006 eine Food-Coop, das heißt eine Einkaufsgemeinschaft, vorwiegend mit Bio-Produkten. Sie wurde später zum Lebensmittelgeschäft erweitert, das ehrenamtlich geführt und auf Vertrauensbasis von den Food-Coop-Mitgliedern jederzeit genutzt werden kann. Freitags öffnet das Geschäft dann auch für alle anderen. Während der Diskussion kam die Sprache immer wieder darauf, dass es ein Problem für solche kleinen Läden sein kann, die Mindestbestellwerte der Lieferanten zu erreichen - was der Runde Stoff zum Nachdenken gab, wie sich das Problem ggf. mit Kooperationen lösen lässt. Das gemütliche Speichercafé wurde mehrere Jahre von professionellen Gastwirten betrieben, die jedoch alle nach ein bis zwei Jahren wieder aufgaben. Seit 2018 stehen Vereinsmitglieder selbst hinterm Tresen und in der Küche. Gastköche und Kuchenkoordinatorinnen Die Kneipen-Diskussion drehte sich dann neben sehr spezifisch organisatorischen auch um solche Fragen, was Ehrenamtler leisten können und von welchen…
Der Ökospeicher e.V. hat zu einem einwöchigen und ehrenamtlichen Bau- und Sanierungs-Camp in den Speicher geladen und viele Menschen jeden Alters sind dieser Einladung gefolgt. Der Ökospeicher in Wulkow ist von den Mitgliedern und Mitwirkenden des gleichnamigen Vereins in den vergangenen Jahrzehnten nach und nach saniert und ausgebaut worden. Doch auch an diesem beliebten Gebäude im Zentrum von Wulkow geht die Zeit nicht spurlos vorbei und Vieles im und am Speicher wurde zunehmend erneuerungsbedürftig. So zum Beispiel das Geländer der Sonnenterrasse, die zahlreichen Holzfenster, verschiedene Leitungen und Armaturen oder auch Schutzanstriche an den Außenanlagen und im Lagerraum. In der Woche vom 29.4. bis 5.5.24 konnten im und am Ökospeicher rund 50 verschiedene Sanierungs-, Reparatur-, Entrümpelungs-, Verschönerungs- und Reinigungsarbeiten von A wie „Armatur in der Küche wechseln“ bis Z wie „Zeltplanen sortieren und verschenken“ umgesetzt werden. 26 Mitglieder und Unterstützende waren zeitweise oder während der gesamten Zeit im Einsatz und haben dabei mehr als 400 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet. Und nebenbei gemeinsam gekocht, gegessen und sich über die Zukunft des Speichers ausgetauscht. Der Vorstand dankt allen Mitwirkenden für die Unterstützung und freut sich auf weitere Einsätze zum Erhalt des Speichers.
Bei der Jahresversammlung am 21. Dezember 2023 haben die Mitglieder des Ökospeicher e.V. ein Konzept zur Zukunftssicherung des Vereines und seines gleichnamigen Gebäudes einstimmig beschlossen. Es beinhaltet u.a. folgende Punkte: „Alter Speicher sucht neue Leute“: Der Verein öffnet seine Türen für Menschen mit Energie, Know-how und guten Ideen, die im Speicher ein Tätigkeitsfeld oder neues Zuhause finden wollen. Wer sich dafür interessiert, kann hier Informationen für die Bewerbung abrufen. (pdf, 0,2 MB). Workcamp vom 29. April bis 5. Mai 2024: Bei diesem einwöchigen Arbeitseinsatz wurden fällige Sanierungs- und Verschönerungsarbeiten am Speicher gemeinschaftlich und ehrenamtlich erledigt. „Arbeit auf viele Schultern“: Einige Aktive der ersten Stunden werden künftig kürzer treten. Um die Lücken zu füllen, will der Verein die anstehenden Arbeiten auf mehr Schultern verteilen. Freiwillige sind herzlich willkommen. Kneipenabende im Vereinscafé: Ab Februar soll es freitags regelmäßige Kneipenabende im Vereinscafé geben – meist in Kombination mit Veranstaltungen. Auch hier werden zur Verstärkung des Kneipen-Teams Freiwillige gesucht, die sich gerne unter cafe@oekospeicher.de melden können. Gruppenbild zum Schluss - 26 Mitglieder und Unterstützende legten sich beim Workcamp ins Zeug
Wer im selbstbedruckten Team-Verstehbahnhof-Hoody herumläuft, gehört dazu. Der Fürstenberger Verstehbahnhof ist ein Ort, wo es 11jährigen gelingt, mit Hilfe des 3-D-Druckers die kaputte Kaffeemaschine der Eltern zu reparieren. Kinder und Jugendliche programmieren hier außer einem ganzen Pool von 3-D-Druckern auch noch Stickmaschine, Folien-Plotter, Holz-Lasercutter und etliche andere sehr anspruchsvolle Werkzeuge. Mathematische Funktionen werden auf einmal etwas Faszinierendes, wenn sie Messer, Nadel oder Spritzdüsen in die gewollte Bewegung bringen, um cooles Zeug zu produzieren. Im Kellerstudio werden Zeichentrickfilme geschnitten oder Podcasts produziert. Kinder lernen, dass sie Geschichten schreiben können, auch mit erstmal abenteuerlicher Rechtschreibung. Der Verstehbahnhof ist eine gemeinschaftliche Erfolgserlebnis-Produktionsstätte - also das, was Schule meist so gar nicht ist. Der Informatiker Daniel Domscheit-Berg hat innerhalb von zehn Jahren mit einem kleinen Verein einen Ort geschaffen und ein Netzwerk gestrickt, das weit in die Stadt hineinwirkt: In einem leerstehenden Großraumbüro ist ein Co-Learning-Space eingezogen, wo sich Schülerinnen und Schüler gegenseitig bei den Hausaufgaben helfen. In einem großen leerstehenden Ladenlokal haben geflüchtete ukrainische Künstlerinnen und Künstler einen Arbeitsort gefunden, Leute aus der Stadt haben sich mit ihnen zusammengetan. Gegenüber ist ein Umsonst-Laden eingezogen - hier kümmern sich Einheimische und Geflüchtete darum, brauchbare Dinge zu besorgen und zu verschenken. Ein Ort für alle, wie es heißt. Auf die Scheibe sind ein paar Sprüche geklebt. Einer lautet: "Wir haben keine Zeit für Hetze, weil wir hier den Laden organisieren." - Ein Gruß an die AfD, die sich wohl kurz zuvor dort versammelt hatte.
Erstmals nimmt der Ökospeicher e.V. in diesem Jahr an den bundesweiten Dokumentarfilmtagen LetsDOK im September teil - und zum Auftakt gleich mit einem wirklichen Höhepunkt: Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff ("Die Blechtrommel") kommt am Mittwoch, 13. September, nach Wulkow, um nach der Vorführung seines Films "Der Waldmacher" mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen. Zwei Tage später, am 15. September, sind wir nicht weniger glücklich, die biografische Dokumentation "Wenzel .- Glaubt nie, was ich singe" über den ostdeutschen Songpoeten Wenzel zu zeigen. Regisseur Lew Hohmann kommt zum Gespräch. Für beide Veranstaltungen - Eintritt 8 Euro - wird um Reservierung gebeten unter kino@oekospeicher.de.
Das ist der Trailer zu Volker Schlöndorffs Dokumentarfilm "Der Waldmacher" - am Mittwoch, 13.9., 19 Uhr, im Ökospeicher. Anschließend ist der Regisseur zum Filmgspräch zu Gast im Speicher. https://youtu.be/yR-V0yD0FQo?feature=shared
Am 15.9., 19:30 Uhr im Ökospeicher Wulkow. Anschließend Gespräch mit Regisseur Lew Hohmann https://youtu.be/588jhlWmm1g?feature=shared